Sister Cities in Public Spaces: Erinnern. Gestalten.
Image Credits:
film still from Smashing Monuments by Sebastián Díaz Morales; Sangre di mi Sangre cdmx; CIIA
Invitation!
3. September 2026
13:30 – 19:00 Uhr
Refugio Berlin,
Lenaustr. 3-4, 12047 Berlin
Please, register for better planning (Note, the event will be german language):
https://eveeno.com/sister-cities-in-public-spaces
Sister Cities in Action and Decolonize Berlin cordially invite you to the event “Sister Cities in Public Spaces: Remember. Create.”
The event kicks off with a keynote address by Noa K. Ha on future-oriented forms of remembrance in Berlin, as well as three short video clips offering insights into memory practices in Berlin’s sister cities: We will hear about Aksi Kamisan from Jakarta, Antimonumentos in Mexico City and memorialization in Windhoek.
In four workshops, we will develop and test specific practices of remembrance for public spaces.
Together with you, we would like to explore perspectives that are historically sensitive while also looking toward a positive future for society. Even though practices of remembrance often stem from painful or traumatic events of the past, this event deliberately looks ahead: How can practices of remembrance become an active space for shaping an inclusive and livable urban society? How can positive visions of the future emerge from this? What role can city partnerships play in this? And how is the culture of remembrance experienced and shaped by diaspora groups in Berlin?
The event also offers an opportunity for an informal, lively exchange over coffee and cake (starting at 1:30 p.m.) and a group dinner (starting at 6:00 p.m.). More information about the program in german, see below.
Childcare during the event will be available.
If you have any questions about the event, please email: sister-cities@eineweltstadt.berlin.
| PROGRAMM | |
| 1:30 PM | Ankommen bei Kaffee und Kuchen |
| 2:00 PM | Begrüßung und Vorstellung des Programms |
| 2:10 PM | Keynote 1 „Erinnerungspraxis im öffentlichen Raum in Berlin“ mit Dr. Noa K. Ha Kurze Videoinputs zu „Erinnerungspraxen im öffentlichen Raum“ aus den Berliner Partnerstädten: Aus Jakarta mit Aksi Kamisan (“Donnerstagsaktion”) Aus Mexiko-Stadt mit Antimonumentos. Aus Windhoek mit Buhle Ndhlovu |
| 2:40 PM | Vorstellung der Workshops |
| 2:50 PM | Workshop 1 Sangre de mi Sangre – Tansnationale Erinnerungspraxis Mit: Netzwerk gegen Feminizide und Colectiva Hilos Workshop 2 Kolonialismus erinnern – Wie lässt sich Erinnerungsarbeit partizipativ gestalten? Mit: Dr. Ibou Coulibaly Diop Workshop 3 Straßen erzählen Geschichte Mit: Decolonize Berlin Workshop 4 4 Städte. 4 Wandbilder. Erinnerung trifft Zukunft. Mit: Sister Cities in Action |
| 5:10 PM | Teilen von Ergebnissen und Eindrücken aus den Workshops |
| 5:45 PM | Abschluss |
| 6:00 PM | Gemeinsames Abendessen und informeller Austausch |
Keynote aus Berlin und Videoinputs aus den Partnerstädten zu „Erinnerungspraxen im öffentlichen Raum”
1) Aus Berlin mit Dr. Noa K. Haund einem Impuls zu zukunftsorientierten Formen des Erinnerns und Möglichkeitsräumen, die sich durch Städtepartnerschaftsarbeit für kollektives Erinnern eröffnen.
2) Aus Jakarta mit Aksi Kamisan (“Donnerstagsaktion”) eine Bewegung von Opfern von Menschenrechtsverletzungen und ihren Angehörigen.
3) Aus Mexiko-Stadt mit Antimonumentos. Im Gegensatz zu offiziellen Denkmäler verwandeln sie den öffentlichen Raum in einen Ort des Erinnerns, des Widerstands und der Gerechtigkeit
4) Aus Windhoek mit Buhle Ndhlovu, eine namibische Schriftstellerin, Redakteurin, Kuratorin und visuelle Anthropologin.
Workshopbeschreibungen
Workshop 1
Sangre de mi Sangre – Tansnationale Erinnerungspraxis
Mit: Netzwerk gegen Feminizide und Colectiva Hilos
Die partizipative Kunstaktion „Sangre de mi Sangre“ (Blut meines Blutes) wurde 2019 vom feministischen Colectiva Hilos in Guadalajara, Mexiko, initiiert, um durch gemeinsames Fingerhäkeln im öffentlichen Raum auf Feminizide und das gewaltsame Verschwindenlassen von Personen aufmerksam zu machen. Es entstehen große rote Netze, die zum einen das durch patriarchale Gewalt vergossene Blut symbolisieren und zugleich Ausdruck von kollektivem Widerstand, Solidarität und lebendiger Erinnerung sind.
Weltweit beteiligen sich an zahlreichen Orten Gruppen, um sich miteinander zu vernetzen und das durch die Gewalt zerfaserte soziale Gefüge wieder herzustellen. Das Netzwerk gegen Feminizide beteiligt sich seit 2024 an der Initiative, um auf die auch in Deutschland nahezu täglich verübten Feminizide aufmerksam zu machen und transnationale feministische Kämpfe miteinander zu verbinden.
Im Workshop wird die Initative vorgestellt, das Fingerhäkeln als Erinnerungspraxis erprobt und über unterschiedliche Erfahrungen im Kontext patriachaler Gewalt ausgetauscht.
Workshop 2
Kolonialismus erinnern – Wie lässt sich Erinnerungsarbeit partizipativ gestalten?
Mit: Dr. Ibou Coulibaly Diop
Das Team von Kolonialismus erinnern arbeitet zusammen mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen an der Umsetzung des Berliner Erinnerungskonzepts Kolonialismus. Zentrale Aufgaben sind die Schaffung eines Lern- und Erinnerungsorts zum Kolonialismus, die Stärkung einer dezentral organisierten Erinnerungslandschaft und die Stärkung dauerhafter Strukturen. „Was ist Erinnerungsarbeit, wie funktioniert sie und welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft dabei?“
Der Workshop wird sich mit zentralen Fragen der Erinnerungsarbeit zur Kolonialgeschichte auseinandersetzen. Gemeinsam möchten wir diskutieren, wie Erinnerung an Kolonialismus in einer pluralen Gesellschaft gedacht und gestaltet werden kann und wie dabei Aushandlungen von Teilhabe und Zugehörigkeit stattfinden.
Workshop 3
Straßen erzählen Geschichte
Mit: Decolonize Berlin
Decolonize Berlin setzt sich für die kritische Auseinandersetzung mit Geschichten und Gegenwarten von Kolonialismus und Rassismus, für die Anerkennung und Aufarbeitung kolonialen Unrechts sowie für eine gesamtgesellschaftliche Dekolonisierung ein.
Der Workshop zeigt, wie sich koloniale Geschichte im Alltag entdecken lässt – an Straßennamen, Stolpersteinen, Pflanzen oder Lebensmitteln. Teilnehmende lernen praxisnahe Methoden kennen, um das Thema Kolonialismus lebensweltorientiert in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen zu vermitteln.
Workshop 4 4 Städte. 4 Wandbilder. Erinnerung trifft Zukunft.
Mit: Sister Cities in Action
Im Rahmen von Sister Cities in Action wird in kollektiven kreativen Prozessen zwischen Sommer 2026 bis Anfang 2028 in Jakarta, Mexiko-Stadt, Windhoek und Berlin je ein Wandbild entstehen. Diese schaffen Sichtbarkeit für die zwischen den Städten bestehenden Städtepartnerschaften. Über niedrigschwellige Formen der Bürgerbeteiligung wird zum Dialog über Themen global gerechter Städte angeregt und gleichzeitig an bestehende Ungerechtigkeiten erinnert. Aus diesen Reflexionen entstehen letztlich Austauschräume um über positive Zukunftsvisionen nachzudenken und diese in Wandbildern zu visualisieren.
Kurzbeschreibung der Veranstaltung auf deutsch:
Sister Cities in Action und Decolonize Berlin laden herzlich zur Veranstaltung „Sister Cities in Public Spaces: Erinnern. Gestalten.“ ein.
Die Veranstaltung beginnt mit einer Keynote von Noa K. Ha zu zukunftsorientierten Formen des Erinnerns in Berlin sowie mit drei kurzen Videoclips, die Einblicke in Erinnerungspraxen in den drei Partnerstädten Berlins geben: Wir erfahren über Aksi Kamisan aus Jakarta, Anti-Monumentos in Mexiko-Stadt und das Gedenken in Windhoek.
In 4 Workshops entwickeln und erproben wir konkrete Praxen des Erinnerns für den öffentlichen Raum.
Gemeinsam mit Euch/Ihnen möchten wir Perspektiven erkunden, die historisch sensibel und zugleich gesellschaftlich positiv in die Zukunft blicken. Auch wenn Erinnerungspraktiken häufig von schmerzhaften oder einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit ausgehen, richtet die Veranstaltung den Blick bewusst nach vorn: Wie können Erinnerungspraxen zu einem aktiven Gestaltungsraum für eine inklusive und lebenswerte Stadtgesellschaft werden? Wie können daraus positive Zukunftsvisionen entstehen? Welche Rolle können Städtepartnerschaften dabei spielen? Und wie wird Erinnerungskultur von Diasporagruppen in Berlin erlebt und gestaltet?
Die Veranstaltung lädt bei Kaffee und Kuchen sowie einem gemeinsamen Abendessen auch zu einem informellen lebendigen Austausch ein. . Bei Nachfragen zur Veranstaltung schreibt an: sister-cities@eineweltstadt.berlin.
Kinderbetreuung wird angeboten.
Um besser planen zu können und damit ausreichend Essen da ist, bitten wir um eine Anmeldung: https://eveeno.com/sister-cities-in-public-spaces






























































